Projekte
Projekte in der Arbeit umfassen konkrete Hilfsangebote wie Schutz, Traumaverarbeitung und Empowerment für gewaltbetroffene Frauen und Kinder. Die praktische Arbeit reicht von mobilen Beratungsteams über Projekte zu Intersektionalität und Diskriminierungsschutz bis hin zu gezielter Kinder- und Jugendarbeit.
Second-Stage
Seit 2020 begleitet der Verein Frauen helfen Frauen e.V. mit dem Second-Stage-Projekt gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder auf dem Weg aus dem Frauenhaus in ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben.
Im Zentrum stehen die nachgehende Beratung und Begleitung. Feste Beratungstermine während und nach dem Auszug helfen dabei, individuelle Bedarfe zu klären und in der neuen Umgebung anzukommen.
Der wöchentliche „Offene Treff“ bietet die Möglichkeit des Austauschs zwischen aktuellen und ehemaligen Bewohnerinnen und Frauen, die in die Beratungsstelle des Vereins kommen und wird von zahlreichen Frauen aktiv genutzt und geschätzt. In diesem Rahmen können Bedarfe geklärt, offene Post gesichtet oder die aktuelle Lebenssituation reflektiert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Wohnungssuche – von der Orientierung auf dem lokalen Wohnungsmarkt über die Begleitung zu Besichtigungen bis hin zur Beantragung notwendiger Nachweise.
Durch Kooperation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit – etwa mit Wohnbaugesellschaften, der städtischen Clearingstelle Wohnen und dem Wohnwerk – setzt sich die Projektstelle für bessere Zugänge zu Wohnraum ein und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die besondere Situation der Frauen.
Das Second-Stage-Projekt wird durch die Projektförderung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg finanziert.
Spendenlädle Jubel e.V.
Kleiderspenden für Frauen helfen Frauen e.V. Tübingen nimmt die Jubel-Reinigung in der Jakobsgasse 19 (vormals Jakobsgasse 6, Umzug im Sommer 2026) in Tübingen entgegen. Das Team von Jubel e.V. kümmert sich um die Annahme und entscheidet, welche Kleidungsstücke in den Räumlichkeiten der Reinigung als „Spenden für Spenden“ angeboten werden.
Der in der Textilreinigungs-Annahmestelle erwirtschaftete Gewinn wird an Frauen helfen Frauen gespendet, die aus der Abgabe der Kleiderspenden eingenommenen Geldspenden ebenfalls. Hierfür wurde der Förderverein Jubel e.V. gegründet.
So funktioniert die Annahme von Kleiderspenden
Kleiderspenden werden nach telefonischer Vereinbarung unter 07071 689 98 26 montags und donnerstags von 10 – 12.30 Uhr und 14.30 – 18 Uhr entgegen genommen. Derzeit ist leider das Telefon defekt (August 2026). Wir informieren an dieser Stelle, sobald es wieder funktioniert.
Wir freuen uns über gut erhaltene Kleidung für Frauen*, jeweils aus der aktuellen Jahreszeit. Da wir räumlich begrenzt sind müssen wir uns auf zwei Tüten pro Annahme beschränken. Was wir nicht annehmen ist Bekleidung für Männer* und Kinder, und auch keine Kleidung aus einem Nachlass.
Öffnungszeiten Spendenlädle und Reinigung
Mo, Di, Do, Fr: 10 – 12.30 Uhr, 14.30 – 18 Uhr; Sa: 10 – 12.30 Uhr.
PoolPa
Das Projekt „PoolPa“ beinhaltet die Begleitung geflüchteter Frauen* mit komplextraumatischen Gewalterfahrungen nach dem Patinnenkonzept.
PoolPa bietet geflüchteten Frauen* (mit und ohne Kinder), die u. a. aufgrund von komplexen Traumatisierungen Schwierigkeiten in der Bewältigung ihres Alltages haben, Unterstützung an. Wir arbeiten bereits eng vernetzt mit anderen Einrichtungen und Institutionen, zu denen die Frauen* ggf. weitervermittelt werden können.
Darüber hinaus bedarf es aber intensivere Kontakte wie mit einer Patin*, die eng im Kontakt mit der betroffenen Frau* steht. Die Patin* kann Frauen* bei alltäglichen Belangen (wie Schwierigkeiten mit Anforderungen von Behörden, von Kindergärten, Schulen etc.) und bei der Erlernung der Bewältigung von alltäglichen Aufgaben unterstützen, was im Rahmen der Beratungsstelle nicht leistbar ist. Dies trägt zur allumfassenden Stabilisierung der Frauen* bei, was für ihre Integration von großer Bedeutung ist.
Das Projekt PoolPa wurde durch eine Projektförderung der Stabsstelle Gleichstellung und Integration der Stadt Tübingen von Oktober 2022 bis Oktober 2024 finanziert.