Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen ist mehr als ein individuelles Schicksal. Jede vierte Frau erlebt in ihrem Leben mindestens einmal Gewalt durch einen Lebenspartner. Dies zeigt die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“, im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (vgl. Schröttle/Müller in: BMFSFJ 2004).

In 2012 gab es in Baden-Württemberg 6916 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt, im Landkreis Tübingen waren es 75 Polizeieinsätze. Bundesweit finden jährlich ca. 36.000 Frauen und Kinder aufgrund von häuslicher Gewalt Zuflucht in Frauenhäusern.

 

Gewalt, die im sozialen Nahraum ausgeübt wird, ist schwerwiegend: Die Frauen erleiden zum Teil schwerste Körperverletzungen, es gibt Vergewaltigungen und versuchte oder vollendete Tötungen.

Gewalt im sozialen Nahbereich ist selten ein einmaliges Ereignis, meist wiederholt sie sich. Häufigkeit und Intensität steigern sich oftmals mit der Zeit.

Frauen erleiden in der Regel nicht nur eine Form der Gewalt. Es gibt viele Formen: Beleidigungen, Drohungen, Einsperren, sexualisierte Gewalt, Schlagen.

 

Die Folgekosten von Männergewalt werden in der Bundesrepublik auf etwa 14,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt* - hierin enthalten sind die Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche Behandlungen und Ausfallzeiten der Opfer am Arbeitsplatz.

Kinder sind von häuslicher Gewalt immer mitbetroffen! Studien zeigen, dass es für Kinder oft schlimmer ist, die Gewalt gegen die Mutter mitzuerleben, als selbst geschlagen zu werden.

 
 

* Quelle: Homepage des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.

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