Die Polizei wurde gerufen

Die Streifenwagenbesatzung vor Ort kann zur Gefahrenabwehr den Täter kurzfristig aus der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot aussprechen (z.B. über das Wochenende). Den Hausschlüssel muss er gleich abgeben. Zum Tathergang werden Sie in Ihrer Wohnung getrennt befragt.

Je nach Gefährdung entscheidet das zuständige Ordnungsamt am darauffolgenden Werktag über die Dauer der Wegweisung. In den meisten Fällen wird ein Wohnungsverweis für 14 Tagen verfügt.

 

Die Betroffenen haben in dieser Zeit die Möglichkeit, sich Unterstützung zu holen, in Ruhe weitere Schritte zu planen sowie Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt einzuleiten.

Lassen Sie Ihren Partner/Mitbewohner nicht vorzeitig in die Wohnung zurückkehren, auch wenn er Sie bedrängen oder darum bitten sollte. Der Wohnungsverweis wurde zu Ihrem Schutz angeordnet und kann nur von der Polizei aufgehoben werden, wenn diese zur Einschätzung gelangt, dass keine weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen mehr zu erwarten sind.

 

Wenn der Täter trotz Wohnungsverweis zurückkehrt, rufen Sie sofort die Polizei.

Beim zuständigen Familiengericht (Amtsgericht) können während der Dauer der polizeilichen Wegweisung längerfristige Schutzanordnungen beantragt werden.

Platzverweis, Aufenthaltsverbot, Wohnungsverweis, Rückkehrverbot,
Annäherungsverbot
§27a PolG.pdf
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