Das Leben im Frauenhaus

Das Autonome Frauenhaus Tübingen bietet Platz für 8 Frauen und 10-12 Kinder.

Jede Frau teilt sich mit ihren Kindern ein Zimmer. Die Zimmer sind möbliert und mit Bettwäsche und Handtüchern ausgestattet. Im Haus gibt es zwei getrennte Wohnungen. Jede Wohnung besteht aus 4 Zimmern. Alle Bewohnerinnen einer Etage haben gemeinsam eine voll ausgestattete Küche, ein Badezimmer und eine separate Toilette zur Verfügung. In einem weiteren Stockwerk gibt es ein Tobe- und ein Spielzimmer für die Kinder sowie ein Fernsehzimmer. Auf diesem Stockwerk befinden sich auch die Büros der Mitarbeiterinnen.

 

Im Frauenhaus versorgen die Frauen sich und ihre Kinder selbst. Die Kinder gehen in den Kindergarten oder zur Schule. Das Zusammenleben mit anderen Frauen und Kindern, die ähnliches erlebt haben, kann als hilfreich erlebt werden: Sie sind nicht mehr alleine und können mit anderen Frauen über Ihre Erlebnisse sprechen.

Manchmal ist es aber auch schwierig, mit anderen auf so nahem Raum zusammen zu wohnen. Das Frauenhaus ist kein dauerhaftes Wohnangebot, sondern versteht sich als vorübergehende Kriseneinrichtung. Es gibt eine Hausordnung und wöchentlich eine Hausversammlung mit allen Bewohnerinnen. Hier können Probleme und Wünsche angesprochen werden.

 

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses unterstützen die Frauen bei der Existenzsicherung, bei der Auseinandersetzung mit dem bisher Erlebten und bei der Planung für den weiteren Lebensweg. Dazu bieten wir Beratung, bei Bedarf auch Begleitung zu Ämtern und Gerichten, Gruppenangebote und vieles mehr.

Für die Mädchen und Jungen gibt es eigene Angebote und eigene Ansprechpartnerinnen.

 

Die Adresse des Frauenhauses ist anonym. Das heißt auch, dass die Frauen und Kinder, die dort leben, keinen Besuch empfangen können. Das Frauenhaus ist ein gewaltfreier und männerfreier Ort.

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